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Bürgermeisterwahl Bad Pyrmont – Vorstellung der Kandidaten Teil 1

Wir haben den vier Kandidaten und Kandidatinnen für das Bürgermeisteramt in Bad Pyrmont 37 Fragen geschickt. Jeden Tag gibt es hier auf Emmerzon die Antworten jeweils zu einen Schwerpunktthema.

Von Rainter Timpe haben wir leider keine Antwort erhalten.

Zur Wahl am 13. September stehen:

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Hajo Böhnke                       Anja Grages                                 Carolin Muschter

Wir haben darum gebeten uns Fotos zu schicken, die nicht auf jedem Wahlplakat zu entdecken sind.
Fotorechte beim Bild von Anja Grages: Gottfried Schwarz

Und hier nun die ersten Antworten:

Zur Person und Motivation


1. Stellen Sie sich in drei Sätzen vor – ohne Ihre Berufsbezeichnung zu nennen

Böhnke: Hans-Joachim Böhnke, verheiratet, 3 Kinder geboren und wohnhaft in Bad Pyrmont.
Ich bin tief mit Bad Pyrmont, der Stadt, den Ortsteilen und der Natur verwurzelt und ich liebe diese Stadt, meine Heimat.

Grages: Ich bin 49 Jahre alt, verheiratet, Mutter von zwei Söhnen und lebe mit meiner Familie in Bad Pyrmont. Zahlen und Finanzen sind mein Handwerkszeug, und durch meine heutige Tätigkeit kenne ich politische Entscheidungswege, arbeite mit Menschen auf unterschiedlichen Ebenen zusammen und weiß, wie wichtig gute Netzwerke sind. Ich bin ein sehr bodenständiger Mensch, übernehme gerne Verantwortung und gehöre eher zu denen, die anpacken, statt lange darüber zu reden, warum etwas nicht geht.

Muschter: Als geborene Pyrmonterin, verheiratete Mutter von zwei Töchtern, kenne ich die Stadt und ihre Geschichte gut. Mein Studium habe ic mir als Kellnerin verdient, da lernt man, diese Arbeit zu respektieren und bei der Hospitanz beim Fernsehen habe ich gelernt, wie wichtig und weitreichend die Medienarbeit ist, als ich Bad Pyrmont erfolgreich mit der Wassersendung bei „Pastor Fliege“ platzierte.

2. Warum möchten Sie Bürgermeister/in von Bad Pyrmont werden?

Böhnke: Weil ich die Ausbildung, Kompetenz und Erfahrung habe und der Stadt und den Pyrmonterinnen und Pyrmontern etwas zurückgeben möchte. Ich möchte erreichen, dass die Pyrmonterinnen und Pyrmonter und die Gäste sich hier wohl fühlen.Und gerade aktuell steht die Stadt vor großen Herausforderungen und es ist besonders wichtig, dass hier ein Bürgermeister mit entsprechender Qualifikation sofort in der Lage ist, sich diesen Herausforderungen zu stellen. Die Verwaltung braucht kompetente Führung und der Rat gute Grundlagen um die Richtigen Entscheidungen treffen zu können.Es ist mir wichtig, dafür zu sorgen, ohne Parteibuch, sondern fachlich kompetent, ehrlich und transparent, dass für die großen Herausforderungen breite Mehrheiten gefunden werden, in einem Miteinander, statt Gegeneinander, zusammen mit den Pyrmonterinnen und Pyrmontern.

Grages: Weil ich überzeugt bin, dass Bad Pyrmont deutlich mehr Potenzial hat, als wir derzeit nutzen. Ich möchte nicht nur darüber sprechen, was besser werden müsste, sondern Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen. Mein Ziel ist eine Stadt, die wirtschaftlich stärker wird, in ihre Infrastruktur investiert, gute Bedingungen für alle Generationen bietet und Bad Pyrmont als moderner Gesundheits- und Kurstandort neue Strahlkraft entwickelt.

Muschter: Die Stadt ist in den vergangen fünf Jahren noch mehr abgestürzt, ich will das nicht kampflos hinnehmen.
Pyrmont braucht einen Aufschwung. Ein Glow Up.
Als Bürgermeisterin bin ich in vielen Gremien gesetztes Mitglied, die gerade Wirtschaft und Tourismus betreffen: Da kann ich das Rad zum Aufschwung drehen, wir müssen Pyrmont wieder in die erste Reihe bringen. Der Wirtschaftsförderer ist direkt dem Bürgermeisteramt unterstellt. Weserbergland Tourismus, Bad Pyrmont Tourismus, Metropolregion Hannover-Braunschweig, Kuratorium Schloss, überall ist das Bürgermeisteramt vertreten. Über diese Kanäle will ich wesentlich mehr Werbung und überregionale Präsens für Bad Pyrmont erreichen. Die Sparkasse und Stadtwerke sind wichtig für die Stadt, auch hier ist das Bürgermeisteramt in den Aufsichtsgremien vertreten. Wir wissen: je besser diese beiden Betriebe wirtschaften, desto besser für unsere Bürger.
‚Die Verwaltung‘ erntet viel Kritik wegen des bisherigen Bürgermeisters, seiner Untätigkeit und der falschen Weichenstellungen. Das möchte ich ändern, denn die Sicht wird viel positiver auch auf die Menschen im Rathaus ausfallen, wenn die Stadt wieder aufblüht. Aber die Straßen und Wege, die Friedhöfe, das ist fast alles in schlechtem Zustand, das muss besser werden.
Man darf nicht vergessen, die gewählten Ratsmitglieder sitzen dann nach der Wahl ebenfalls in fast allen dieser Gremien: Deshalb geht es bei der Bürgermeisterwahl auch um das dahinterstehende Team, die Fraktion, die am 13. September ebenfalls gewählt wird.
Mit meinem Team, meiner Fraktion, bestehend aus jungen Leuten und alten Hasen habe ich die richtigen Fachleute, die in diesen vielen Gremien den Aufschwung für Pyrmont schaffen.

3. Welches persönliche Erlebnis hat Ihren Blick auf Bad Pyrmont besonders geprägt?

Böhnke: Mein ganzes Leben hat mich hier in Bad Pyrmont geprägt, meine Kindheit und Jugend, das Leben mit meiner Familie hier in Bad Pyrmont und auch meine Arbeit hier. Ein spezielles Erlebnis gibt es nicht, sondern die Vielfalt des Erlebten.

Grages: Es gibt nicht das eine Erlebnis, das meinen Blick auf Bad Pyrmont geprägt hat. Es sind die vielen kleinen und großen Momente: Besuche und Spaziergänge im Kurpark, Wege durch unsere Wälder und Wiesen, Verweilen auf der Hauptallee und am Hylligen Born, Kultur- und Musikveranstaltungen, die Einschulungen meiner Kinder, der Schulabschluss meines Sohnes und natürlich unsere Hochzeit im Schloss. All diese Erinnerungen verbinden mein Leben mit Bad Pyrmont und haben dazu beigetragen, dass diese Stadt für mich Heimat geworden ist.

Muschter: Zu viele, um eins auszuwählen. Meine sehr glückliche Kindheit mit Badeanstalt, Eis in der Hauptallee, Kino, Rodeln im Hirschpark und unglaublich viel Freiheit. Meine Großmutter vermietete Gästezimmer an Kurgäste von Frau Dr. von Unruh, Buchinger und Badeärzte. Sehr viele Freundschaften sind damals entstanden. Ein Pyrmont mit Charme und voller Leben hat mich geprägt. Ich habe meinen Mann hier bei Tchibo kennengelernt und in der Christuskirche geheiratet.

4. Was können die Menschen in Bad Pyrmont von Ihnen erwarten – und was ausdrücklich nicht?

Böhnke: Die Menschen können von mir erwarten, dass ich mich mit aller Kraft für Sie und Bad Pyrmont einsetze, ihnen zuhöre und mit ihnen zusammen alles tue, um Bad Pyrmont Tag für Tag besser zu machen. Sei es bei kleinen Dingen, aber auch bei größeren Projekten.Sie können nicht von mir erwarten, dass ich es allen recht machen werde. Es wird Entscheidungen geben müssen, die nicht immer allen gefallen werden.

Grages: Die Menschen können von mir erwarten, dass ich zuhöre, Probleme klar benenne und nach Lösungen suche. Ich möchte Entscheidungen nicht endlos vertagen, sondern sie nach sorgfältiger Abwägung treffen und dann konsequent umsetzen. Was man von mir nicht erwarten kann, sind leere Versprechen, Stillstand oder ein Festhalten an Dingen, nur weil sie schon immer so gemacht wurden.

Muschter: Meinen ganzen Einsatz für ein lebenswertes Pyrmont. Für alle Bürger und Gäste.Ausdrücklich nicht: Die Geschäftsordnung ignorieren.

5. Welche drei Eigenschaften qualifizieren Sie besonders für das Bürgermeisteramt?

Böhnke: Meine berufliche und fachliche Qualifikation und Erfahrung im Bereich verschiedener Führungspositionen in der öffentlichen Verwaltung. Meine Fähigkeit auch größere Projekte oder Prozesse zu steuern und zum Abschluss zu bringen. Meine gute Vernetzung zu wichtigen Personen, Institutionen, Behörden, Ministerien und Politik innerhalb und außerhalb von Bad Pyrmont. Mein Wille hier in Bad Pyrmont zusammen mit den Menschen, den politischen Vertretern im Rat, dem Staatsbad, den Vereinen, den Kliniken, Gewerbetreibenden, Handwerkern, Stadtwerken und Geldinstituten etwas Bewegen zu wollen, nicht gegeneinander, sondern miteinander.

Grages: Entscheidungsstärke – wirtschaftliches Denken – Kommunikationsfähigkeit.
Entscheidungsstärke, wirtschaftliches Denken und die Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen. Ich kann unterschiedliche Positionen aushalten und nach Lösungen suchen, verliere dabei aber das Ziel nicht aus den Augen. Und durch meinen beruflichen Hintergrund bin ich es gewohnt, mit Zahlen umzugehen, Prioritäten zu setzen und Verantwortung zu übernehmen.

Muschter: Ehrlichkeit, Offenheit, langjährige Erfahrung – ohne Parteibindung – Politik zu gestalten.

6. Was würden frühere Kolleginnen, Kollegen oder Wegbegleiter kritisch über Sie sagen?

Böhnke: Das müssten Sie bei denen erfragen.

Grages: Wahrscheinlich würden einige sagen, dass ich manchmal ungeduldig werde, wenn Dinge unnötig lange dauern. Wenn ein Problem erkannt und eine Lösung möglich ist, möchte ich gerne vorankommen. Ich habe allerdings gelernt, dass gerade bei komplexen Entscheidungen Gründlichkeit und Beteiligung genauso wichtig sind wie Geschwindigkeit.

Muschter: Hartnäckig und leider immer sehr gut informiert.

7. Wann haben Sie zuletzt Ihre Meinung zu einem wichtigen Thema geändert – und warum?

Böhnke: Meine Einstellung zur Elektrifizierung hat sich in den vergangenen Jahren geändert. Ich habe anerkennen müssen, dass die Elektrifizierung als Übergangslösung der nächsten 20 Jahre wohl doch der richtige Weg im Bereich der Wärme- und Energieversorgung durch regenerative Energien ist. Meine Erfahrungen im Bereich der kommunalen Wärmeplanung und die Bestrebungen zur CO² – Neutralität im Bereich der öffentlichen Gebäude und Infrastruktur haben zu dieser Erkenntnis geführt

Grages: Ein konkretes wichtiges Thema fällt mir dazu nicht ein. Mir ist wichtig, Entscheidungen sachlich und fachlich zu treffen und mich vorher umfassend zu informieren, bevor ich mir eine Meinung bilde. Gleichzeitig gehört für mich dazu, mit Menschen im Dialog zu sein, unterschiedliche Positionen anzuhören und diese in meine Überlegungen einzubeziehen. Wenn ich mir dann eine fundierte Meinung gebildet habe, vertrete ich diese auch – bleibe aber offen für neue Erkenntnisse und gute Argumente.

Muschter: Meine Meinung bilde ich auf breiter Information, Austausch mit Betroffenen, Abwägen und Rückfragen. Zu einem wichtigen Thema habe ich meine Meinung geändert, als wir unseren Hund Willi bekommen haben. Denn nach Pony und Pferd, zwei Katzen, rd. 15 Fischen und einem Hund wollte ich eigentlich diese große Verantwortung für ein Tier über so viele Jahre nicht mehr übernehmen. Dann kam der Welpe Willi, das Geschenk meiner Mutter an meine Tochter. Dem konnte ich einfach nicht widerstehen.

 

Morgen geht es weiter mit dem Themenkomplex: „Bad Pyrmont: Heute und Morgen“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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